07.01.2022

Klimaschonendes Handeln und Wirtschaften in der Sozialen Arbeit stärken

Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig. Ein Großteil davon wird die Menschen direkt betreffen. So rechnen Experten mit zunehmenden gesundheitlichen Folgen, beispielsweise einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch vermehrte Hitzeperioden, einer Zunahme von Allergien oder einem Anstieg psychischer Belastungen. Hinzu kommen die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen durch vermehrte Dürreperioden und Verwüstungen infolge häufigerer Stürme und Überschwemmungen.

Klimaschonendes Handeln und Wirtschaften in Organisationen der Sozialen Arbeit stärken

Am stärksten von den negativen Auswirkungen des Klimawandels betroffen werden Menschen sein, die ohnehin bereits auf Unterstützung anderer Menschen angewiesen sind und damit zur Zielgruppe der Sozialen Arbeit gehören: Kinder, Alte und Kranke, Menschen mit Behinderungen und Menschen in Armut.

Dieser Entwicklung möchte der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V (Paritätische) mit seinem Projekt „Klimaschutz in der Sozialen Arbeit stärken“ entgegenwirken. Das Ziel des Projekts ist, das klimaschonende Handeln und Wirtschaften in Organisationen der Sozialen Arbeit zu stärken.

Klima-Scouts und Leitungskräfte werden geschult

45 Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, u. a. Pflegeeinrichtungen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder Kindertagesstätten, beteiligen sich an dem Projekt.

In einem ersten Schritt wird eine Bestandsaufnahme gemacht: Die Einrichtungen analysieren ihren individuellen CO2-Fußabdruck.

Anschließend wird pro Einrichtung ein „Klima-Scout“ benannt, der innerhalb der Organisation als Multiplikator agiert. Sowohl die Klima-Scouts als auch die Leitungskräfte nehmen an Schulungen und Workshops zu den Themen Ernährung, Mobilität, Strom und Heizen teil. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich zu vernetzen und sich untereinander über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen

Für jede Einrichtung werden individuelle Möglichkeiten identifiziert, um CO2 einzusparen, Ziele formuliert und Maßnahmen umgesetzt.

Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre und endet im Sommer 2024. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projekt-Website.