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14.02.2020

Links der Woche #07/2020

Jede Woche tragen wir an dieser Stelle Beiträge, Studien, Artikel und Interviews zusammen, deren Lektüre wir für lohnenswert erachten und berichten über Nachrichten in sozialen Medien, die wir beachtenswert – oder auch merk(!)würdig – finden.

 

Alle Fakten zur Grundrente

Schon ab 2021 könnte die Grundrente in Deutschland Realität werden. Sie soll Menschen, die jahrzehntelang in prekären Jobs gearbeitet haben, vor Altersarmut schützen. Bereits ab 33 Beitragsjahren soll es einen reduzierten Grundrentenzuschlag geben, ab 35 Beitragsjahren dann den vollen. Neben Arbeitsjahren werden auch Erziehungszeiten und Pflichtbeitragsjahre für Pflege sowie Krankheitszeiten anerkannt. MDR-Wirtschaftsredakteur Franz Frenzel erklärt die wichtigsten Fakten zur Grundrente. Zum Artikel:  https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/grundrente-berechnung-rentner-altersvorsorge-rentenpunkte-100.html

 

Finanzielle Hilfe für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige brauchen finanzielle Unterstützung. Deshalb plant der Berliner Senat nun die Einführung eines Familiengeldes ähnlich dem Elterngeld. „Neben Arbeit, Kindern und Haushalt auch die eigenen Eltern pflegen – für immer mehr Beschäftigte ist das Alltag“, begründete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci den Vorstoß. Vor allem Frauen übernähmen diese Aufgaben. Sie sollen deshalb für bis zu 36 Monate von ihrer Arbeitsstelle freigestellt werden können und dafür in den ersten sechs Monaten ein Familienpflegegeld in Höhe von 65 Prozent des entgangenen Nettogehalts bekommen. Zum Artikel:  https://www.sueddeutsche.de/politik/senat-berlin-berlin-fordert-familienpflegegeld-fuer-angehoerige-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200211-99-868609

 

Deutschland gibt weniger Geld für Pflege aus als Nachbarländer

Insgesamt 1,5 Prozent seiner Wirtschaftskraft investiert Deutschland in die Altenpflege. 2017 entsprach das 38,52 Milliarden Euro – im Vergleich zu anderen europäischen Mitgliedern eine eher kleine Summe. So stecken zum Beispiel  Norwegen und Schweden 2,7 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts, Dänemark 2,3 Prozent und auch die Niederlande 2,5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in die Versorgung von Alten und Kranken. Zurückzuführen sind die niedrigen Ausgaben auf das System der sozialen Pflegeversicherung in Deutschland. Zum Artikel:  https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-02/altenpflege-deutschland-eu-vergleich-ausgaben

 

Häusliche Pflege erleichtern

Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland pflegen den Partner, die Mutter oder den Vater in den eigenen vier Wänden. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, will die häusliche Pflege nun erleichtern. Ob ambulanter Pflegedienst, Pflegegeld, Tagespflege oder Kurzzeitpflege – welche Leistungen miteinander kombinierbar sind oder sich ausschließen, sei zu unübersichtlich. Eine Bündelung der Leistungen und besser Beratung könne hier helfen. Auch die Kosten für digitale Tools wie beispielsweise Sturzsensoren sollen Krankenkassen in Zukunft übernehmen. Zum Artikel:  https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/geld-fuer-haeusliche-pflege-soll-schneller-fliessen-artikel10727248